Bau der frühen Kanus und Kajaks

Es gibt grundlegende Unterschiede zwischen einem Kanu und einem Kajak. Dennoch gehört das Kajak zur Familie des Kanus. Welches die Unterschiede sind, das wird im folgenden Artikel beschrieben.

Die Geschichte des Kanus und des Kajaks

Wie bereits in der Geschichte des Kanus kurz angeschnitten, ist das Fortbewegungsmittel eine vor allem in Kanada häufig gewählte Alternative zum Ritt auf dem Pferd. Da die Wege und Straßen noch nicht derart erschlossen waren, wie die Wege auf dem Wasser, konnte man mit Hilfe des Kanus einfach schneller an sein Ziel gelangen. Eine Vielzahl an Ausgrabungen wurde gemacht und noch bevor die Europäer ihre Kenntnisse zum Erbauen des Kanus von den Indianerstämmen Kanadas erlernen konnten, wurden Forscher auch in Australien fündig. Die Aborigines hatten ebenfalls Wege gefunden, sich auf dem Wasser fortzubewegen und diese ähnelten sehr stark den Grundpfeilern des Kanubaus. Der bemerkenswerteste Fund jedoch stammt aus den Niederlanden und wird auf das Jahr 8.000 oder 7.500 v. Chr. geschätzt. Dieses sehr primitive Kanu könnte das erste Fortbewegungsmittel überhaupt auf dem Wasser gewesen sein. Anders war es hingegen bei dem Kajak. Hier muss man bei der Entstehungsgeschichte weiter nördlich ansetzen und sich in Regionen, die heute zu Nord-Kanada, Alaska und Grönland gehören, begeben. An diesen Orten haben die Inuit sich mit dem Bau des Kajaks einen Weg geschaffen, um sich in den eiskalten Gewässern fortzubewegen.

Material der frühen Kanus und Kajaks

Wie im Artikel “Die Anfänge des Kanufahrens” bereits beschrieben, bauten die kanadischen Indianer ihre Kanus aus Birkenrinde. Das Besondere an der Birkenrinde ist ihre Biegsamkeit. Anders als in Deutschland konnten die Indianer dieses optimale Material nutzen, da es biegsamer und dicker ist. In Deutschland ist die Rinde des Birkenbaums meist nicht geeignet, um daraus ein robustes und widerstandsfähiges Kanu zu bauen. Um das Boot abzudichten, bestrichen die Indianer es mit einer speziellen Paste, in die sie unter anderem auch Bärenfett mischten.

Bei den Kajaks wurde auf andere Rohmaterialen zurückgegriffen. Die Inuit bauten das Gerüst des Kajaks aus Holz und spannten dann Robbenhaut darüber. Im Falle eines Holzmangels wurden auch Wal-Gebeine als Alternative genommen, die das Fundament des frühen Kanus formten. Dieses fast geräuschlose Fortbewegungsmittel war ideal, um auf Robbenjagd zu gehen und unentdeckt zu bleiben. Grundlegende Unterschiede zu den Kanus gab es auch bei den Paddeln und bei der Anzahl der möglichen Passagiere.